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Urlaub auf La Gomera – die einstige Aussteigerinsel wird bei Touristen immer beliebter

La Gomera ist eine Insel die sich im Westen der Kanaren, mitten im Atlantischen Ozean befindet. La Gomera gehört zur spanischen Provinz von Santa Cruz de Tenerife, und somit seit 1982 zur Spanischen Autonomen Gemeinschaft dazu. Sie ist mit ihren 372km2 die zweit kleinste Insel der Kanaren, und befindet sich westlich von Teneriffa, nordöstlich von El Hiero und südöstlich von La Palma. Ein Zehntel der Insel besteht aus dem Garajonay Nationalpark, der sich auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO befindet. Es gibt nicht sehr viele Einwohner auf La Gomera, und daher ist diese Insel wegen seiner erhaltenen Natur ein wahres Paradies für Wanderer und Naturliebhaber aller Art.

Geschichte von La Gomera

Das Volk der Guanche die aus Nordwestafrika stammten, bevölkerte die Insel als erste. Als Jean de Béthencourt Anfang des 15ten Jahrhunderts die Eroberung der Insel unternimmt, geschieht dies ohne weitere Gewalttaten, da die Guanchen noch lange in ihrer gewohnten Lebensweise auf der Insel bestehen werden. So fällt La Gomera 1494 unter der Herrschaft der Peraza in den Besitz der Krone von Kastilien.
La Gomera war das letzte Stück Land auf dem sich Christoph Kolumbus aufhielt, und sich mit Wasser und genügend Nahrungsmitteln versorgte, bevor er sich am 6ten September 1492 auf den Weg nach Amerika machte, und die Bucht von San Sebastian de La Gomera verließ.
In den 1940er Jahren befand sich La Gomera auf dem Höhepunkt seiner demographischen Entwicklung, und zählte 29.000 Einwohner. Durch die Einschränkung, und das anschließenden Ausbleiben der landwirtschaftlichen Rohstoffe begann eine intensive Auswanderung nach Lateinamerika (Kuba, Venezuela), und vor allem nach Teneriffa, auf der heutzutage mehr Gomeros leben als auf La Gomera selbst. Um auf die malerische Insel zu gelangen, empfiehlt es sich mit dem Flugzeug nach Fuerteventura zu fliegen und dann von dort mit der Fähre weiterzureisen. Das ist der kürzeste und direkteste Anreiseweg.

La Gomera © flickr.com / extranoise

La Gomera © flickr.com / extranoise

Kultur

Bis heute wird von den Gomeros die äußerst seltene Pfeifsprache “El Silbo“ gesprochen. Sie wird noch an den Schulen und anderen öffentlichen Institutionen (wie dem Agulo Stadium) unterrichtet, und so vor dem völligen Verschwinden bewahrt. Diese Sprache stammt noch von den Guanchen ab, die sich durch die Pfeifsprache gut von Tal zu Tal verständigen konnten. Die Pfeiftöne können in einem Umkreis von 5 Kilometern gehört werden.

Klima und Wetter auf La Gomera

Der Nordteil der Insel wird von Passatwinden gepeitscht, und es ist dort mit mehr Regen zu rechnen als auf der Südseite. In der Mitte der Insel befindet sich der Garajonay Nationalpark der sich meistens auf einer Höhe von über 1000 Metern befindet. Deswegen kann man dort oft Temperaturen antreffen, die unter die 15° Grad-Grenze gehen, und auch Nebel ist dort oft zu sehen. Am Rande der Insel sind die Temperaturen deutlich höher, und auch der Sonnenschein fehlt nicht.

Der Nebelwald La Gomeras

Der Garajonay Nationalpark besteht aus dichten Wäldern, in denen sich mehrere Baumarten angesiedelt haben. Von den Einheimischen auch “Nebelwald“ genannt, hat dieser Ort etwas magisches an sich. Der Nebel wird von den feuchtigkeitsbeladenen Pflanzen unterstützt, um in einer trockenen Umgebung überleben zu können. Der Laurisilva, oder auch Lorbeerwald genannt, verdankt sein Dasein der hohen Luftfeuchtigkeit und den milden Temperaturen.

Nebelwand_La_Gomera © flickr.com / abrocke

Nebelwand_La_Gomera © flickr.com / abrocke

Malerische Dörfer und Touristenstrände

Agulo befindet sich im Norden der Insel zwischen den Gemeinden von Hermigua und Vallehermoso. Das hübsche Dorf das sich in einer natürlichen Senke eingenistet hat, ist mit seinen gut erhaltenen Gebäuden ein sehr authentischer Ort geblieben. Die natürliche Plattform die die Form eines Balkons hat, gibt einen atemberaubenden Blick auf das Meer frei. Selbst Teneriffas Vulkan Teide, kann von hier aus genaustens beobachtet werden.
Valle Gran Rey ist der beliebteste Badestrand La Gomeras.

Dorf_La_Gomera © flickr.com / Leo-setä

Dorf_La_Gomera © flickr.com / Leo-setä

 

Dort findet man Hotels und Wohnungen die sich hauptsächlich an der Küste und in den Vierteln von Vueltas, la Puntilla, la Playa und la Calera befinden. Ungefähr 40 Restaurants bieten hier kulinarische Genüsse, und einen wunderschönen Blick direkt auf das Meer an. Am Hafen von Vueltas findet man Schiffe die nach Playa Santiago und San Sebastian de la Gomera – der Hauptstadt – abfahren.

Es fahren hier auch täglich Schiffe nach Los Organos. Die “Orgelspfeifen“ ziehen sich an einer Felswand über fast 200 Meter an der Klippe von Punta de las Salinas entlang. Diese Basaltröhren können bis zu 80 Meter in die Höhe ragen, und sollten auf jeden Fall besichtigt werden. Andere Schiffe bieten auch Whale-Watching-Touren an.

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