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Notwendige Impfungen für Indien

Als größtes Land im südlichen Asien gilt Indien als beliebtes Reiseziel. Dabei bietet die Größe des Landes nicht nur drei Klimazonen, die unterschiedlicher nicht sein könnten; auch die Gefahr der Infektion gilt es nicht zu unterschätzen.

Impfausweis © Dieter Schütz  / pixelio.de

Impfausweis © Dieter Schütz / pixelio.de

Vorgeschriebene Impfungen vor Reisebeginn

Gelbfieber ist eine Infektionskrankheit, welche bei nicht wenigen Erkrankten unter Umständen sogar tödlich endet. Da Gelbfieber durch Vektor, Aedes- oder Haemagogus-Stechmücken übertragen wird, welche nur auf dem afrikanischen und südamerikanischen Kontinent vorkommen, gib es bei der Direkteinreise aus Deutschland keine vorgeschriebenen Impfungen.

Findet vor der Einreise allerdings ein Aufenthalt in Afrika oder Südamerika statt, ist eine wirksame Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen für eine Indienreise

Das Auswärtige Amt verweist auf den aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Instituts. In diesem sind alle sinnvollen Impfungen genannt, um möglichst hohen Infektionsschutz zu gewährleisten.

  • Zu allererst ist Tetanus (Wundstarrkrampf)zu nennen, bei welchem die Infektion durch Krankheitserreger in einer offenen Wunde erfolgt und so Krämpfe und Lähmungserscheinungen beim Betroffenen auslöst.
  • Auch Diphtherie, bei welcher die Ansteckung durch Niesen und Husten (Tröfpcheninfektion) erfolgt und eine Entzündung der Atemwege mit Atemnot und im schlimmsten Fall Erstickung zur Folge hat, ist nicht außer Acht zu lassen.
  • Bei Pertussis (Keuchhusten) werden die Krankheitserreger ebenfalls über die Tröpfcheninfektion übertragen. Es kommt im Laufe des starken Hustens sogar zu Rippenbrüchen und Hirnblutungen.
  • Als Quelle der Virenübertragung für Polio (Kinderlähmung) gilt sowohl die Tröpfcheninfektion, als auch die Ansteckung durch Ausscheidungen und verschmutztes Trinkwasser. Polio führ bei einem Bruchteil der Erkrankten zu dauerhaften Lähmung von Extremitäten.

Bei vorstehenden Impfungen ist auf den Impfrythmus von 10 Jahren zu achten. Für gewöhnlich wird vom Hausarzt eine Kombinationsimpfung von Tetanus und Diphtherie, bzw. von Pertussis und Polio vorgenommen.

Eine Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B ist ebenfalls ratsam und auch gegen Masern, Mumps, Röteln, Influenza (Grippe) und Pneumokokken kann zur vollumfänglichen Gestaltung des Impfschutzes eine Impfung erfolgen. Da gegen Malaria keine direkte Impfung existiert, jedoch in vielen Teilen Indiens das ganze Jahr über eine mittlere Ansteckungsgefahr besteht, kann durch vorbeugendes Verhalten (Medikamente, Moskitonetze etc.) dieser Gefähr entgegengewirkt werden.

Auf http://www.auswaertiges-amt.de/sid_EE281F3B09C7A0EE4A83AFD112DFFDF0/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/IndienSicherheit.html?nn=346896#doc346804bodyText7 werden noch einmal detailierte medizinische Hinweise vom Auswärtigen Amt speziell für Indien dargelegt.

 

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