0
Air Berlin will mit dem Sparprogramm „Turbine“ durchstarten

Für die Mitarbeiter/innen von Air Berlin fängt das neue Jahr mit einem Paukenschlag an. Der Nachfolger von Hartmut Mehdorn, Wolfgang Prock-Schauer, will sich als Sanierer einen Namen bei Air Berlin machen. Er entläßt 900 Mitarbeiter/innen.

Sparprogramm „Turbine“

airberlin stewardesse © zipckr

airberlin stewardesse © zipckr

Wolfang Prock-Schauer hat vor gut einer Woche das Ruder von Air Berlin von Hartmut Mehdorn übernommen und angekündigt, dass der Veränderungsprozeß innerhalb der Airline schnell vorangetrieben werden müsse, was eine Verschärfung des Sparprogramms „Turbine“ zur Folge hat. Von den bisher 9300 Personen, die bei Air Berlin derzeit beschäftigt sind, möchte er sich von 900 Mitarbeiter/innen bis Ende 2014 verabschieden.

Hinsichtlich des geplanten Umbauprogramms laufen schon Gespräche mit den Personalvertretungen, wobei er auch schon deutlich machte, dass auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden könnten. Aber alles soll in einem sogenannten konstruktiven Dialog mit dem Management und den Personalvertretungen ausgearbeitet werden.

Zielsetzung von Air Berlin für die nächsten Jahre

Geplant ist eine Einsparung von 400 Mio. EUR in diesem und im nächsten Jahr. Dabei sollen auch nicht rentable Strecken gestrichen und Flugzeuge verkauft werden. Letztendlich sollen 142 Flugzeuge verbleiben. Die Kernmärkte von Air Berlin, Deutschland, Österreich, Schweiz und weitere profitable Strecken sollen weiter ausgebaut werden, wobei die Drehkreuze Düsseldorf und Berlin sein sollen und dort auch der Ausbau geplant sein. Berlin bereitet Air Berlin allerdings hier größere Probleme wegen der bekannten Situation um die wiederum verschobene Eröffnung des neuen Flughafens Berlin.

Air Berlin Flugzeug © flickr.com / martinteschner

Air Berlin Flugzeug © flickr.com / martinteschner

Finanzielle Situation Air Berlins

In den letzten Jahren hat Air Berlin einen immensen Schuldenberg angesammelt, der einerseits aus dem harten Konkurrenzkampf im Billigflug-Sektor resultiert, zum anderen ist aber auch das Mißmanagement des früheren Air Berlin Managers Jürgen Hunold eine Ursache. Sein Konzept war es, Luftlinien wie LTU, DBA und Niki zu schlucken und rapide zu wachsen, das Konzept ging jedoch nicht auf. Jetzt ist der neue Manager gezwungen, einen harten Spar- und Schrumpfkurs zu verfolgen, wobei Air Berlin sich den Großaktionär Ethiad ins Boot geholt hat, der die Mehrheit am Vielfliegerprogramm „Top Bonus“ hält.

Fazit: keine andere Fluglinie wird finanziell mehr in Mitleidenschaft durch das Versagen beim Bau des Berliner Flughafens als Air Berlin und somit ist es leider fast schon nachvollziehbar, dass Personalkosten eingespart werden müssen.

Für den Fluggast winken attraktive Flugangebote, in der Hoffnung mehr Fluggäste zu bekommen, was aber nicht bedeuted, dass diese Flugangebote die preiswertesten sind. Man sollte trotzdem immer mal wieder auf Seite wie http://www.billig-flieger-vergleich.de/ Flüge vergleichen und auch mal andere Flughäfen in Betracht ziehen, denn in der Regel sind Flüge zu „stadtnahen“ Flughäfen um ein Vielfaches preiswerter (auch noch in Vervindung mit dem notwendigen Shuttleservice).

Erzähl uns deine Reiseerfahrung!

You must be logged in to post a comment.